Getaggte Beiträge ‘musik’

mana mana

Donnerstag, 17. April 2008

…damit keiner denkt, ich hätte heute gar nichts zu sagen…


gute nacht!

sozialisation (mehr von mir III)

Montag, 14. April 2008

mein lieblingsblogger erzählt heute etwas über seine musikalische sozialisierung, und da wir offenkundig auf gleichen wurzeln stehen (wenn auch mit unterschiedlichen ergebnissen), will ich doch gerne nachziehen. etliche jahre, bevor der mann mit dem roten derby (siehe “böse mucke”) überhaupt führerschein buchstabieren konnte, war er derjenige, der dem busfahrer auf einer klassenfahrt ins malerische bingen am rhein eine cassette in die hand drückte. introductory fanfare/peter gunn von emerson, lake and palmer’s in concert blew me away. er war es auch, der mir genesis live in die hand drückte und den tipp gab, statt asia yes zu hören - nun gut, nachdem ich mich an jon anderson’s stimme gewöhnt hatte, gefiel mir yessongs richtig gut. damit war der grundstock gelegt, und ich war für mein restliches leben versaut. später versorgte mich mein lateinlehrer mit van der graaf generator, soft machine und vor allem - king crimson. während des zivildienstes brachte die heavy rotation auf mtv pearl jam und in der folge temple of the dog, soundgarden, rage against the machine und afghan whigs, und viel später kamen miles davis elektrische phase, nils petter molvaer, aivind aarset und bugge wesseltoft dazu, außerdem seit wool eine merkwürdige vorliebe für die schrägeren sachen der nits und mit jazzmatazz und erykah badu auch ein bisschen r’n'b. was geblieben ist, gibt’s noch immer auf die ohren. elp gehören nicht mehr dazu, ich kann sie nicht mehr hören. obwohl… etwas endless enigma oder take a pebble so dann und wann…
wie geht nun die geschichte mit dem roten derby weiter? ich vermute, er ist längst verschrottet oder fährt, von drähten zusammengehalten, in irgendeinem schwellen- oder drittweltland noch immer (genauso wie goldene käfer und silberne golfs vielleicht auch). und was ist aus seinem fahrer geworden? vielleicht erinnert er sich gerade daran, dass er mal eine level 42-phase hatte, die genauso fremdschämgeeignet ist wie bryan adams oder …ja, ich hatte eine lp von spandau ballet. und ich habe sie sogar gehört.
warum ich das alles schreibe? weil die sitzung heute erst um halb neun beendet war und ich mit einer wüsten mischung aus aufgekratztheit und tiefer müdigkeit kämpfe und es einfach gut tut, mal von etwas zu schreiben, was mir einfach nur ein grinsen auf mein gesicht bringen kann. bingen. wann erinnere ich mich sonst an bingen?
auf die ohren: soft machine - six.

alte helden

Montag, 31. März 2008

udo lindenberg holt sich den wohlverdienten ruhm seiner späten tage. da ist es verständlich, dass er sich auch von der bild-zeitung hofieren lässt; selbst der völlig unerträgliche franz-josef wagner ist hellauf begeistert. ähnlich verblüfft war ich, als das kölschrockdenkmal wolfgang niedecken sich vor einigen jahren für eine serie im kölner express hergab, inklusive vorstellens des irgendwie peinlichen band-schreins. auch heinz-rudolf kunzes auftritt als udo-jürgens-imitator bei der deutschen vorausscheidung zum european songcontest war grenzwertig, wurde aber noch getoppt von seiner teilnahme am perfekten promi-dinner im kreise so illustrer gestalten wie armin maiwald (für all diejenigen, die armin maiwald nicht kennen: das ist dieser mensch, der bei “der preis ist heiß” die produktpreise angesagt hat) und uwe schünemann, dem niedersächsischen innenminister (der es offenkundig auch schwer nötig hat). dabei hat doch hrk mal selbst etwas zu helden, die abgrundtief gesunken sind, gesungen. aber es geht immer noch besser: hätte vor zwanzig jahren irgendwer geglaubt, dass der durchaus talentierte schlagzeuger dieser fusion-combo

sich dazu hergibt, zusammen mit einem länderpunkteverteilenden brüsteenthüller für eine weitere castingshow zu werben? aber ich stehe dazu, dass ich bap, hrk und auch collins als teil von genesis durchaus goutiert habe. früher einmal. heute ziehe ich erykah badu vor.

warum sagt mir wordpress eigentlich nicht, wenn ich kommentare erhalte?

nicht denken, nur abschalten wollen

Sonntag, 30. März 2008

noch etwas eskapismus zum späten abend. der tag war einfach zu schön.

so what…?!

Freitag, 28. März 2008

kein guter tag heute. ich meine nicht das scheitern der schlichtung im öffentlichen dienst. ich meine nicht den weiteren niedergang öffentlicher und halböffentlicher kreditinstitute. ich meine den film fitna von geert wilders. ich bin zu feige, wirklich eine meinung zu haben. ich bin nicht zu feige, zuzugeben, dass es mir schwerfällt, hinzusehen, von problemen zu reden, lösungen zu finden. und ich bin nicht zu feige, zuzugeben, dass es einfacher ist, mit großer geste auf tibet zu zeigen und auf china zu schimpfen: da schwimme ich mit dem breiten strom, und außerdem betrifft es mich nicht wirklich. kein guter tag heute.


warten

Freitag, 28. März 2008

warten. alles, was ich momentan mache, ist warten. bezahltes warten. im wartezimmer warten. auf züge warten. auf entscheidungen warten. auf den posteingang warten. auf den vormittagskaffee warten und auf den nachmittagskaffee. auf das wochenende. auf das sitzungsende. auf den richtigen frühling.

gut, der richtige frühling zeigt sich seit ein paar stunden: die sonne ist wieder durch die wolken gebrochen. es wird nicht mehr lange dauern, bis ich das wetter der vergangenen tage für ein reines hirngespinst halten werde. der fluss hat die weiden wieder freigegeben, aber noch sind keine schafe zu sehen. vielleicht bleibt das wetter noch etwa 26 stunden stabil, das würde ich mir wünschen.

vorhin habe ich mir die frage gestellt, ob ich mich nicht ein wenig dem ersatzbefriedigungskonsum hingeben möchte. verlockende angebote gibt es derzeit viele: einen recht preiswerten 3ccd-camcorder, den ich nicht brauche, ein lichtstarkes 85 mm-objektiv, wo ich mein lichtstarkes 28-75 derzeit kaum nutze (morgen, sicherlich morgen…), ein massiv heruntergesetzer i-pod-shuffle, damit ich meinen nano endgültig im handschuhfach vergessen kann, ein bildband über brassai in paris… traurig, traurig: am ende habe ich sogar miles davis’ agharta stehenlassen…

teilt irgendwer meine perverse vorliebe für brötchen mit lachsersatz? futur II: ich werde mondrian verpasst haben.

traurig, traurig…