Getaggte Beiträge ‘fluss’
Montag, 26. Mai 2008
so langsam lichten sich die wolken hier im bloggerdorf, und der fluss windet sich träge richtung nordsee. vergangene nacht hatte ich visionen von sautierten froschschenkeln in einem leckeren buttersößchen: ich hätte niemals gedacht, dass diese viecher derart laut sein können! dagegen sind die käuzchen und die landeanfliegenden verkehrsflugzeuge ein witz.
vergangene woche lud das bundespresseamt zu einem viertägigen berlin-ausflug mit meet & greet mit unserem bundestagsabgeordneten. er nahm sich auch tatsächlich mehr als eine pflichtstunde zeit für uns, und da er einer der wortführer bei der verhinderung der diätenerhöhung war, war ihm begeisterter applaus sicher. ansonsten ist unsere bundeshauptstadt eine reise wert. der potsdamer platz funktioniert noch immer nicht: wo längst häuser stehen sollten, schaut der geneigte besucher auf potemkin’sche fassaden, und wenn die ankermieter sony, daimler und db diese übergroßen, in die landschaft geklotzten gebäude verlassen haben werden, dann geht das viertel wohl gänzlich den bach hinunter. dafür hat sich der kiez um die hacke’schen höfe inzwischen zu einem in-viertel gemausert, so dass aufgrund der vermutlich exorbitant gestiegenen mieten die ersten kleinen geschäfte von den üblichen modeketten verdrängt worden sind. noch wenige jahre, und die höfe werden genauso gesichtslos und uniform sein wie inzwischen die meisten einkaufsviertel zwischen lissabon und amsterdam.
wichtig war die tour, jedenfalls für mich, wegen einer anderen sache: ein ehemals mitten im leben stehender, genussfreudiger mensch

brachte mir in erinnerung, warum ich mir diesen ganzen sch*** eigentlich freiwillig antue. manchmal ist es schwierig, den weg nicht aus den augen zu verlieren.
auf die ohren: king crimson - the power to believe
Schlagworte:fluss, politik
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Dienstag, 13. Mai 2008
kein ganz so schönes wetter heute im bloggerdorf. die schafe ziehen weiter flussaufwärts, ihnen wird’s egal sein.
was für eine nacht! gefühlte stunden habe ich überlegt, weswegen mir nun schlecht ist. die wurzel des übels meinte ich eingrenzen zu können: es war wohl das rucola-pesto. aber ob das öl ranzig, der knoblauch zu alt oder die pinienkerne verdorben waren - oder am ende alles zusammen -, das weiß ich nicht. als ich dann endlich eingeschlafen war, wurde ich noch zweimal geweckt: zum ersten von meiner liebsten, die meinte, ich würde schnarchen, und zum zweiten von irgendwelchen knallköppen, die auf dem geraden stück straße zwischen wald und gewerbegebiet mit quietschenden reifen rennen fuhren. der finale weckruf kam um fünf uhr, und der war nicht geeignet, um mich noch einmal umdrehen und weiterschlafen zu können.
idyllisch war es auch die vorangegangenen morgende, als ab punkt acht uhr ein mädel mit seinem hund die gesamte stillruhigschlafende nachbarschaft erfreute. da wurde der hund gelockt und gescholten, und wenn das mädel den offenbar vorhandenen ball nicht schnell genug warf, dann kläffte der hund. offenbar war der hund ziemlich begriffsstutzig, denn das mädel hat alles, was es sagte, wiederholt. fein gemacht! fein gemacht!
heute wird’s wieder eine gelegenheit geben, mich beim schnellchinesen zu treffen, und dieses mal werde ich dort sein. alter, ich schwör!
auf die ohren: talking heads - the great curve
Schlagworte:fluss, schafe, selbst
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Donnerstag, 8. Mai 2008
was für ein strahlendblauer morgen heute im bloggerdorf! die schafe liegen im schatten unter der brücke, und der fluss fließt gemächlich richtung nordsee.
was passiert, wenn man sich auf einen freien abend freut? man hat die rechnung ohne die bahn gemacht! zug 1 meiner stündlich zwei möglichkeiten, in mein dorf zu kommen, meldete bereits eine stunde vor abfahrt zwanzig minuten verspätung wegen einer weichenstörung, und zug 2 zwar nur eine viertelstunde, aber “störungen im betriebsablauf” heißt meistens nichts anderes als “dauert vermutlich länger”. dieses mal war die bahn gnädig und großzügig und hat einen höherrangigen zug freigegeben; dass ist sie nicht immer, sie agiert da gerne absolutistisch, und die auskünfte ihres fähigen und motivierten personals gehen von “ich weiß nicht” über “der zug wurde noch niemals freigegeben” bis hin zu “ich darf die zentrale nicht anrufen - ich kann ihnen auch nicht sagen, wer die zentrale anrufen darf” (echt wahr!). q.e.d.: beamtenköppe überall! am engk habe ich mir mit miesen dschungelkampftechniken einen sitzplatz im völlig überfüllten IC nach Strasbourg erkämpft, durfte einen blick auf unser bahnhofskapellchen werfen und anschließend vierzig minuten mit der straßenbahn in unser dorf zuckeln.
zu hause habe ich darauf verzichtet, die nana-minze mit grüntee zu verbrühen; ich habe sie stattdessen mit rohrzucker und limetten zermatscht, cachaca draufgekippt, das ganze mit crusheis aufgefüllt und auf der dachterrasse die abendsonne genossen.
auf die ohren: getz/gilberto
Schlagworte:fluss, schafe, selbst
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Montag, 5. Mai 2008
ein stahlblauer himmel wölbt sich heute über dem bloggerdorf, und auf der weide auf der anderen seite des flusses grasen wieder schafe. mein zimmer hat sich schon bis 28 grad mit steigender tendenz aufgeheizt. ans fensteröffnen ist nicht zu denken, da seit dem frühen morgen eine gigantische maschine die fahrbahndecke von der straße vor dem haus fräst und neben dem krach, den sie dabei macht, alle zehn sekunden unmotiviert hupt.
diese woche wird hardcore, selbst für meine verhältnisse. meine sandkastenfreunde haben sich entschieden, kurz vor der spielplatzneubesetzung streitereien à la “du hast mein schäufelchen geklaut - du hast in mein eimerchen gepieselt” aufzuführen, was bei mir wahlweise zu fassunglosigkeit, vermittlungswut, breitem grinsen oder flucht führt. jetzt sind dinge zu klären, die schon lange und ohne zeitdruck hätten geklärt werden können. muss ich das verstehen? nein, das muss ich nicht. dagegen ist das schon klassische tandem schnellchinese/besprechung ein wahre erholung, die ich mir morgen wieder gönnen werde (wer mitessen möchte: ich werde um etwa 17.30 uhr dort sein). warum ich mir das antue? weil ich es so will?
auf die ohren: roadworx - the honking
Schlagworte:fluss, politik, schafe, selbst
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Freitag, 2. Mai 2008
…und der himmel wird nie mehr so blau…
heute aprilwettert’s hier im bloggerdorf. der fluss hat die wiesen wieder freigegeben, und die weiden und linden sind grün, als habe es nie einen winter gegeben. die ersten hobbykicker machen sich auf dem wohl noch nassen grund breit, bis sie wieder von den kite-skatern vertrieben werden. nicht mehr allzu lange, und neben den brückenpylonen wird wieder das riesenrad errichtet - dann werde ich mir denken: schon wieder ein jahr.
mein lieblingsblogger kann das angekündigte abiturtreffen auch kaum erwarten. ja, diese vorfreude, diese nervöse erwartung kenne ich doch so gut aus eigener anschauung! ich selbst war bei einem einzigen dieser sentimentalitäts-festivals, und das fand bereits ein jahr nach dem abitur statt, und zwar (wenn ich mich richtig erinnere) in einer kneipe, die ich ansonsten niemals freiwillig betreten hätte (die kneipe daneben allerdings schon - da gab es schließlich den weltbesten milchkaffee). die erfahrung war niederschmetternd: es wollten leute mit mir reden, mit denen ich keine gemeinsamen interessen mehr hatte, und mir dinge erzählen, die mich nicht interessierten. zum abiturtreffen 1998 wurde ich nicht eingeladen: eine freundin von mir war im vorfeld angerufen worden - das war einer dieser anrufe, von denen ich letztens auch zwei erlebt hatte. meine freundin hat der anruferin gesagt, dass weder ich noch meine eltern mehr in diesem bleikaff zu erreichen seien und wollte meine neue adresse durchgeben, als die anrufende ihr sagte: “sorry, aber für diesen buchstaben bin ich nicht zuständig.” beamte gibt’s halt überall… die für meinen buchstaben zuständige person war dann offenkundig nicht in der lage meinen neuen wohnort zu ermitteln (ja… damals konnte man noch spuren verwischen!). na ja, wirklich schade fand ich’s nicht.
und schon sind wieder zehn jahre ins land gegangen. dieses mal hat man mich gefunden, dieses mal habe ich eine schriftliche einladung erhalten. was bleibt ist die frage, ob ich spaß habe an fingerfood für zwanzig euro - und an einen abend mit menschen, mit denen ich mir schon vor dem abi nicht viel zu sagen hatte. (für die anderen: leeve lück - re 1 bis mülheim, 18 bis thielenbruch und dann ä lecker kölsch. oder su.)
auf die ohren: red hot chili peppers - stadium arcadium
Schlagworte:fluss, selbst
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Mittwoch, 16. April 2008
heute scheint die sonne über dem bloggerdorf, und auf den wiesen am fluss ist endlich wieder eine schafherde zu sehen. eigentlich hatte ich mir ab morgen schafe auf der größten nederlandsen nordseeinsel ansehen wollen, aber aus verschiedenen gründen wird daraus nichts. auch gut, das gibt mir gelegenheit, die (achtung: werbung!) schwarze et2 meiner liebsten mit einer neuen batterie zu versehen und endlich zum verkauf anzubieten (sie ist sechs jahre alt, echte dreieinhalb tausend kilometer gelaufen und sehr gut in schuss - bei interesse: e-mail an mich. ende der werbung). meine blaue sfera musste mir beweisen, dass ich unsportlich bin: nachdem sie sich erst nach drei durchgängen mit mehreren dutzend versuchen ankicken ließ, habe ich jetzt muskelkater in der rechten wade. irgendwie peinlich. die sfera ist alt und hässlich, aber hat einen derart genial niedrigen schwerpunkt, dass ich niemals auf die idee käme, sie zu verkaufen und die et2 für mich zu behalten. wenn es jetzt noch ein paar grad wärmer wird, dann wird die saison eingeläutet. ich habe eine schwäche für den nordwesten meiner stadt, wo kappesfelder von hochspannungsleitungen durchschnitten werden, kühltürme wolken produzieren und rheinbraun riesige löcher in den boden buddelt, in die ganze dörfer fallen. dazwischen findet man bäuerlich geprägte örtchen, die wirken, als sei die zeit stehen geblieben, friedhöfe, denen gigantische kraftwerksblöcke beängstigend nahe kommen und wegkreuzkapellen, die mitten auf parkplätzen von neubaugebieten stehen. das ist viel spannender als das deutschromantische disneyland bei königswinter, zum beispiel.
auf die ohren: motorpsycho - little lucid moments
Schlagworte:fluss, selbst
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Dienstag, 8. April 2008
großer auftrieb heute am mann-o-mann-ufer - die russische raumfähre buran wurde flussaufwärts zum technikmuseum speyer geschippert.



ich werde mich allerdings ganz doll freuen, wenn ich den zusammenhang zwischen iso und belichtungszeit wirklich verstanden habe…
auf die ohren: miles davis - paraphernalia
Schlagworte:fluss, foto
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Montag, 31. März 2008
5.30 uhr aufstehen.
6.06 uhr haus verlassen.
6.18 uhr straßenbahn.
6.40 uhr regionalexpress.
7.08 uhr weitere straßenbahn.
7.17 uhr erster blick vom bureau auf den fluss.
7.26 uhr ein erster kaffee.
8.58 uhr besprechung über kapitel, titel und ansätze.
11.52 uhr hackbraten mit spiralnudeln und zwiebelsauce.
12.23 uhr besprechung über kapitel, titel und ansätze.
15.38 uhr abarbeiten des posteingangs.
16.21 uhr ein letzter kaffee.
17.20 uhr straßenbahn.
17.47 uhr regionalexpress.
18.22 uhr weitere straßenbahn.
18.51 uhr der kreis schließt sich.
Schlagworte:beruf, fluss, selbst
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Sonntag, 30. März 2008
ja, was habe ich mich gefreut! ein geführter fotoworkshop in einer der touristisch wertvollsten gegenden dieses landes! was war ich gespannt, was mir ein profi würde beibringen können! klar - über den mit 30 Euro günstigen Preis hatte ich mich gewundert, aber die konkurrenz ist groß und drückt den preis - dachte ich. das ergebnis: eine handvoll amateure zog von brücke zu brücke, und es wurde weder etwas zu der historie der jeweiligen brücke erzählt, noch wurden tipps und hinweise zur bildgestaltung gegeben. auf nachfrage sagte der “profi”, die meisten teilnehmer solcher exkursionen wollten so etwas nicht. als die karawane zum nachbarort weiterzog, habe ich mich irritiert abgeseilt; beim nächsten mal schließe ich mich einer exkursion bei der fotocommunity an oder laufe direkt allein.


Schlagworte:fluss, foto
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Freitag, 28. März 2008
warten. alles, was ich momentan mache, ist warten. bezahltes warten. im wartezimmer warten. auf züge warten. auf entscheidungen warten. auf den posteingang warten. auf den vormittagskaffee warten und auf den nachmittagskaffee. auf das wochenende. auf das sitzungsende. auf den richtigen frühling.
gut, der richtige frühling zeigt sich seit ein paar stunden: die sonne ist wieder durch die wolken gebrochen. es wird nicht mehr lange dauern, bis ich das wetter der vergangenen tage für ein reines hirngespinst halten werde. der fluss hat die weiden wieder freigegeben, aber noch sind keine schafe zu sehen. vielleicht bleibt das wetter noch etwa 26 stunden stabil, das würde ich mir wünschen.
vorhin habe ich mir die frage gestellt, ob ich mich nicht ein wenig dem ersatzbefriedigungskonsum hingeben möchte. verlockende angebote gibt es derzeit viele: einen recht preiswerten 3ccd-camcorder, den ich nicht brauche, ein lichtstarkes 85 mm-objektiv, wo ich mein lichtstarkes 28-75 derzeit kaum nutze (morgen, sicherlich morgen…), ein massiv heruntergesetzer i-pod-shuffle, damit ich meinen nano endgültig im handschuhfach vergessen kann, ein bildband über brassai in paris… traurig, traurig: am ende habe ich sogar miles davis’ agharta stehenlassen…
teilt irgendwer meine perverse vorliebe für brötchen mit lachsersatz? futur II: ich werde mondrian verpasst haben.
traurig, traurig…
Schlagworte:fluss, kunst, musik, selbst, wetter, zeit
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