Dienstag, 13. Mai 2008 by blogghead
kein ganz so schönes wetter heute im bloggerdorf. die schafe ziehen weiter flussaufwärts, ihnen wird’s egal sein.
was für eine nacht! gefühlte stunden habe ich überlegt, weswegen mir nun schlecht ist. die wurzel des übels meinte ich eingrenzen zu können: es war wohl das rucola-pesto. aber ob das öl ranzig, der knoblauch zu alt oder die pinienkerne verdorben waren - oder am ende alles zusammen -, das weiß ich nicht. als ich dann endlich eingeschlafen war, wurde ich noch zweimal geweckt: zum ersten von meiner liebsten, die meinte, ich würde schnarchen, und zum zweiten von irgendwelchen knallköppen, die auf dem geraden stück straße zwischen wald und gewerbegebiet mit quietschenden reifen rennen fuhren. der finale weckruf kam um fünf uhr, und der war nicht geeignet, um mich noch einmal umdrehen und weiterschlafen zu können.
idyllisch war es auch die vorangegangenen morgende, als ab punkt acht uhr ein mädel mit seinem hund die gesamte stillruhigschlafende nachbarschaft erfreute. da wurde der hund gelockt und gescholten, und wenn das mädel den offenbar vorhandenen ball nicht schnell genug warf, dann kläffte der hund. offenbar war der hund ziemlich begriffsstutzig, denn das mädel hat alles, was es sagte, wiederholt. fein gemacht! fein gemacht!
heute wird’s wieder eine gelegenheit geben, mich beim schnellchinesen zu treffen, und dieses mal werde ich dort sein. alter, ich schwör!
auf die ohren: talking heads - the great curve
Schlagworte: fluss, schafe, selbst
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Samstag, 10. Mai 2008 by blogghead
immer noch spannt sich ein knallblauer himmel über unser dorf, und zirkusmusik aus der konserve weht über die weiden.

und keine telefonate, um probleme zu lösen oder strategien zu besprechen. einfach nur stille - vom idyllischen vogelgezwitscher mal abgesehen. das auge des sturms.
gerade schaut das kleine rothaarige monster um die ecke und kräht: zeit für thunfischpampe und wasser.
auf die ohren: pink floyd - grantchester meadows
Schlagworte: dorfleben, selbst
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Freitag, 9. Mai 2008 by blogghead
irgendwann habe ich mich gefragt, was ich bei e-mails an freunde und bekannte in die betreffzeile schreiben soll, wenn es sich um eine von diesen hi-wie-geht’s-was-machst-du-so-e-mails handelt; ich habe dann angefangen, einfach den wochentag zu schreiben, was nicht sonderlich einfallsreich ist, aber immerhin verhindert, dass die erste zeile der nachricht in die betreffzeile rutscht.
da mir heute kein sinniger titel für mein geschreibe einfällt, bediene ich mich dieser list, aber wahrscheinlich guckt sowieso wieder kein schwein. heute ist es mir gelungen, auch noch einen dritten termin, den ich für diese woche hatte, zu canceln, leider dieses mal nicht zu lasten einer eher fragwürdigen freizeitbeschäftigung, sondern einer fahrt ins niederländische doetinchem, wo ich einen selten zu sehenden, aber dennoch guten freund besuchen wollte. stattdessen habe ich, geschafft und geschlaucht, den heimweg angetreten und sitze jetzt in meiner kemenate und kann noch nicht so recht fassen, dass diese merkwürdigen wochen jetzt vorbei sind, dass die sonne scheint und einfach nur drei freie tage vor mir liegen. wenigstens war der gestrige abend erfolgreich, und ich freue mich darauf, mit jenem freund demnächst, dann allerdings nicht im fernen flachland, ein feierabendbier trinken zu gehen.

in meinem dorf ist gerade so ein abgewrackter kleiner zirkus, und trotz des blauen himmels und der schreienden farben wäre ich beinahe einfach nur vorbei gefahren: ein andermal. morgen. dabei hat es nicht einmal zehn minuten gedauert, zwei, drei bilder zu machen. soweit ist es gekommen
auf die ohren: king crimson - lizard
Schlagworte: selbst
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Donnerstag, 8. Mai 2008 by blogghead
was für ein strahlendblauer morgen heute im bloggerdorf! die schafe liegen im schatten unter der brücke, und der fluss fließt gemächlich richtung nordsee.
was passiert, wenn man sich auf einen freien abend freut? man hat die rechnung ohne die bahn gemacht! zug 1 meiner stündlich zwei möglichkeiten, in mein dorf zu kommen, meldete bereits eine stunde vor abfahrt zwanzig minuten verspätung wegen einer weichenstörung, und zug 2 zwar nur eine viertelstunde, aber “störungen im betriebsablauf” heißt meistens nichts anderes als “dauert vermutlich länger”. dieses mal war die bahn gnädig und großzügig und hat einen höherrangigen zug freigegeben; dass ist sie nicht immer, sie agiert da gerne absolutistisch, und die auskünfte ihres fähigen und motivierten personals gehen von “ich weiß nicht” über “der zug wurde noch niemals freigegeben” bis hin zu “ich darf die zentrale nicht anrufen - ich kann ihnen auch nicht sagen, wer die zentrale anrufen darf” (echt wahr!). q.e.d.: beamtenköppe überall! am engk habe ich mir mit miesen dschungelkampftechniken einen sitzplatz im völlig überfüllten IC nach Strasbourg erkämpft, durfte einen blick auf unser bahnhofskapellchen werfen und anschließend vierzig minuten mit der straßenbahn in unser dorf zuckeln.
zu hause habe ich darauf verzichtet, die nana-minze mit grüntee zu verbrühen; ich habe sie stattdessen mit rohrzucker und limetten zermatscht, cachaca draufgekippt, das ganze mit crusheis aufgefüllt und auf der dachterrasse die abendsonne genossen.
auf die ohren: getz/gilberto
Schlagworte: fluss, schafe, selbst
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Mittwoch, 7. Mai 2008 by blogghead
heute ist der himmel sehr hell und milchig über dem bloggerdorf, und die schafe sind von der rechten seite der brücke auf die linke weitergezogen.
würde es irgendwen geben, der gestern bei meinem lieblingsschnellchinesen auf meinen anblick und ein paar warme worte gehofft hat, dann müsste ich nun abbitte leisten: ich war trotz ankündigung nicht dort. habe ich nun begonnen, meine tibetfreundlichen chinakritik (btw was ist eigentlich in der presse aus diesem thema geworden? ist es etwa in das selbe loch gefallen wie der generationenkonflikt?) auf unschuldige und hart arbeitende schnellchinesen auszuweiten? nein. schuld ist vielmehr, dass alle schafe gestern sitzen sollten, aber ohne den schäfer und seinen hund. ich weiß nicht, wie die herde reagiert hat - ich jedenfalls habe einen sonnigen und ruhigen abend in meinem dorf einer voraussichtlich wenig nutzbringenden veranstaltung vorgezogen. und da eine für heute abend terminierte sitzung kommentarlos abgesagt wurde, ist diese woche auf einmal ruhig und beschaulich.
nicht boykottiert haben mich übrigens die liebhaber der firma piaggio: die et2 ist seit sonntag weg, und die sfera verlässt mich heute abend. von dem erlös gibt es dann…
neue fahrräder. die stinken nicht, knattern nicht, verbrauchen nichts und
machen vermutlich nicht halbsoviel spaß.
ach ja, und dann habe ich es bei einem weiteren hrk-connaisseur auf die mainpage geschafft. das ist zuviel der ehre, das treibt mir die schamesröte ins gesicht! vielleicht werde ich heute abend bei einem whisky maroccaine mal darüber nachdenken, was wir vor zwanzig jahren gedacht hätten, wenn uns jemand gesagt hätte, dass wir uns dereinst via blogs austauschen werden - und die welt (nun ja…) dabei zusehen lassen.
auf die ohren: king crimson - absent lovers
Schlagworte: china, schafe, selbst
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Montag, 5. Mai 2008 by blogghead
ein stahlblauer himmel wölbt sich heute über dem bloggerdorf, und auf der weide auf der anderen seite des flusses grasen wieder schafe. mein zimmer hat sich schon bis 28 grad mit steigender tendenz aufgeheizt. ans fensteröffnen ist nicht zu denken, da seit dem frühen morgen eine gigantische maschine die fahrbahndecke von der straße vor dem haus fräst und neben dem krach, den sie dabei macht, alle zehn sekunden unmotiviert hupt.
diese woche wird hardcore, selbst für meine verhältnisse. meine sandkastenfreunde haben sich entschieden, kurz vor der spielplatzneubesetzung streitereien à la “du hast mein schäufelchen geklaut - du hast in mein eimerchen gepieselt” aufzuführen, was bei mir wahlweise zu fassunglosigkeit, vermittlungswut, breitem grinsen oder flucht führt. jetzt sind dinge zu klären, die schon lange und ohne zeitdruck hätten geklärt werden können. muss ich das verstehen? nein, das muss ich nicht. dagegen ist das schon klassische tandem schnellchinese/besprechung ein wahre erholung, die ich mir morgen wieder gönnen werde (wer mitessen möchte: ich werde um etwa 17.30 uhr dort sein). warum ich mir das antue? weil ich es so will?
auf die ohren: roadworx - the honking
Schlagworte: fluss, politik, schafe, selbst
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Freitag, 2. Mai 2008 by blogghead
…und der himmel wird nie mehr so blau…
heute aprilwettert’s hier im bloggerdorf. der fluss hat die wiesen wieder freigegeben, und die weiden und linden sind grün, als habe es nie einen winter gegeben. die ersten hobbykicker machen sich auf dem wohl noch nassen grund breit, bis sie wieder von den kite-skatern vertrieben werden. nicht mehr allzu lange, und neben den brückenpylonen wird wieder das riesenrad errichtet - dann werde ich mir denken: schon wieder ein jahr.
mein lieblingsblogger kann das angekündigte abiturtreffen auch kaum erwarten. ja, diese vorfreude, diese nervöse erwartung kenne ich doch so gut aus eigener anschauung! ich selbst war bei einem einzigen dieser sentimentalitäts-festivals, und das fand bereits ein jahr nach dem abitur statt, und zwar (wenn ich mich richtig erinnere) in einer kneipe, die ich ansonsten niemals freiwillig betreten hätte (die kneipe daneben allerdings schon - da gab es schließlich den weltbesten milchkaffee). die erfahrung war niederschmetternd: es wollten leute mit mir reden, mit denen ich keine gemeinsamen interessen mehr hatte, und mir dinge erzählen, die mich nicht interessierten. zum abiturtreffen 1998 wurde ich nicht eingeladen: eine freundin von mir war im vorfeld angerufen worden - das war einer dieser anrufe, von denen ich letztens auch zwei erlebt hatte. meine freundin hat der anruferin gesagt, dass weder ich noch meine eltern mehr in diesem bleikaff zu erreichen seien und wollte meine neue adresse durchgeben, als die anrufende ihr sagte: “sorry, aber für diesen buchstaben bin ich nicht zuständig.” beamte gibt’s halt überall… die für meinen buchstaben zuständige person war dann offenkundig nicht in der lage meinen neuen wohnort zu ermitteln (ja… damals konnte man noch spuren verwischen!). na ja, wirklich schade fand ich’s nicht.
und schon sind wieder zehn jahre ins land gegangen. dieses mal hat man mich gefunden, dieses mal habe ich eine schriftliche einladung erhalten. was bleibt ist die frage, ob ich spaß habe an fingerfood für zwanzig euro - und an einen abend mit menschen, mit denen ich mir schon vor dem abi nicht viel zu sagen hatte. (für die anderen: leeve lück - re 1 bis mülheim, 18 bis thielenbruch und dann ä lecker kölsch. oder su.)
auf die ohren: red hot chili peppers - stadium arcadium
Schlagworte: fluss, selbst
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Donnerstag, 1. Mai 2008 by blogghead
was für ein herrlicher tag heute hier in meinem dorf!

die esche vor dem haus hat bald die straße verdeckt, und unser bambus sieht zumindest auf dem foto saftig grün aus (in wirklichkeit hat er unter dem späten frost vor ein paar wochen gelitten). vorhin ist eine horde väter mit bollerwagen, pittermännchen und playboy um’s eck gezogen. die evangelen kircheln heute in unserem wäldchen, weswegen im angrenzenden wohngebiet und im p+r kein parkplatz mehr zu bekommen ist - ich kann es verstehen: irgendwie muss man ja klappstühlchen und iso-unterlage ins wäldchen kriegen. das proletariat trifft sich später im nachbardorf, aber heute ohne mich: ich werde gleich meine liebste schnappen und das wetterchen genießen, weil… wenn de sonn schön schingk weed et wedder widder wärm, dann pack’ sich d’r papp de mama en d’r ärm, denn wenn dä sonn schön schingk dät dat dä zwei su jot, su jot!
auf die ohren: na wat wohl!?
Schlagworte: politik, selbst
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Montag, 28. April 2008 by blogghead
kein schwein ruft mich an, keine sau interessiert sich für mich…

die besuche auf meinem blog sind in den letzten tagen nicht mehr dürftig, sondern schlichtweg nicht vorhanden. kunststück, habe ich doch in den letzten tagen mehr zeit im freien als in meiner kemenate verbracht. den einsamen zuschauerrekord hält meine vorschau auf das drohende klassentreffen, und nicht, wie ich dachte, die brustvergrößerungswünsche von abiturientinnen. sex doesn’t always sell. zum klassentreffen gibt es sogar neuigkeiten: am samstag erreichte mich die offizielle einladung. zwanzig euro für mit essen und ohne trinken muss einem der spaß schon wert sein. leider schweigt sich die einladung darüber aus, welche lukullischen genüsse geboten werden - also quasi katze in sack. wenn mir nicht noch einfällt, wer mir in den letzten jahrzehnten wirklich gefehlt hat, dann werde ich dem ganzen ein lecker päffgen an kölschem kaviar vorziehen (und wer meint, dass das schade wäre, der darf mich gerne überzeugen!).
die weiteren aussichten sind mau: ist es spannend, wenn ich schreibe, dass ich heute und morgen wieder sitzen werde? nein, ist es nicht.
presseschau: dieser überwachungsdiscounter hat am freitag eine ganzseitige farbanzeige in der bild geschaltet, darin eine verkäuferin, die sagt, sie sei zwar überwacht worden, aber es habe ihr nicht geschadet, ein überwachungsfachmann, der sagt, die auflösung der kameras sei so schlecht, dass man nicht einmal die pin-nummern habe erkennen können, und der freundliche hinweis der geschäftsleitung, dass 58.000 arbeitsplätze gefährdet wären, wenn man den laden jetzt boykottierte. das hat mich beruhigt. sollten menschen entlassen werden, dann wird es nicht an mir liegen: ich boykottiere diesen laden nämlich schon länger. die frage, wieviele lebensmittel nette leute für vier menschen in einen kellerraum bringen müssen, werde ich hier nicht stellen. ich bin ja nicht zynisch.
auf die ohren: radiohead - everything in its right place
Schlagworte: presse, selbst
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Donnerstag, 24. April 2008 by blogghead
was für ein trübgrauer tag heute im bloggerdorf! zwischendurch sah es kurz frühlingssonnig aus, aber davon ist nichts geblieben.
inzwischen kommen die ersten angebote für die et2 herein. wenn ich sie sehe

dann bricht es mir fast das herz, aber letztes jahr stand sie auch nur unter ihrer plane, und es ist ein wunder, dass sie dabei nicht völlig verrottet ist. seit gestern steht fest, dass auch meine alte sfera verkauft wird. meine liebste meinte, ich sollte, wenn mir das sitzen zeit lässt, lieber rad fahren anstatt durch die gegend zu knattern - und irgendwie hat sie ja recht.
also startet eine neue phase des großen ausverkaufs: letztes jahr habe ich in einem anfall von ausverkaufswut bass, amp, alte fotoapparate und einen teil meiner schallplattensammlung vertickt. den bass vermisse ich seither jedes mal, wenn ich am pc sitze und warte, bis diese immens schnelle kiste mit irgendeiner bearbeitung fertig ist. die schallplatten vermisse ich nicht: zwei drittel meiner sammlung sind ohnehin unter’m dach verstaut, und den rest höre ich auch nicht, weil inzwischen ausschließlich mp3’s oder internetradio für die berieselung sorgen. was für ein wahnsinn, wenn ich mir überlege, wieviel zeit und geld ich in diese sammlung gesteckt habe. it was fun while it lasted.
auf der anderen seite: wenn ich alles aufheben würde, was mir einmal lieb und teuer war, dann würde ich in einem wohnwagen leben, der vor einer lagerhalle steht. aber dafür reicht meine sentimentale ader nicht.
das handelsblatt schreibt heute über die liebe zum ich, aber erklärt mir auch nicht so recht, was ich hier treibe…
auf die ohren: miles davis - calypso freelimo (nachher muss ich mal den shuffle neu bestücken)
Schlagworte: selbst, sentimentalität
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