…oder flugblätter in der hand. 5.45 bei lausigen temperaturen vor dem örtlichen bahnhof herumlungern, um gehetzten pendlern flugblätter zum wegfall ihrer pendelverbindung aufzudrängen, ist ein grausiges geschäft. bei manchen vorbeihastenden hätte ich nicht übel lust, sie mit einer grätsche zu fall zu bringen, um ihnen dann ein flugblatt unter die nase zu schieben… aber halt! so etwas darf ich nicht denken, geschweige denn bloggen.
nach zweieinhalb stunden zur abwechslung zurück ins dörfchen, um bei bindfadenregen nelken an freundliche ältere damen auf dem wochenmarkt zu verteilen. ja, wahlkampf macht spaß, ungefähr so viel wie ein pickel am kinn…
noch drei tage und der rest von heute – dann werde ich mich betrinken, so oder so. und jetzt, kurz bevor ich diesen beitrag poste, frage ich mich nicht, warum ich nicht einfach zu sonnenschirmen et al. schweige, sondern ob mir überschrift und resignierter tonfall nicht irgendwoher bekannt vorkommen. ich könnte es herausfinden, allein: ich möchte nicht. ich könnte sehen, seit wann ich mich diesem hobby widme, und bin mir nicht sicher, ob ich die dann folgende gefühlsaufwallung verkraften würde. aber hey! ich bin nicht deprimiert; ich bin nur übermüdet.
auf die ohren: