das einzige, was nach zehn jahren bleibt, ist das gefühl, ausgebremst zu werden: hart und viel arbeiten – ja gerne, aber wertschätzung? woher denn? wie die sätze „wir können unmöglich auf sie und ihr fundiertes wissen verzichten“ und „eine erste beurteilung in einer neuen gruppe kann niemals eine bestnote sein“ zusammenpassen, kann mir sicherlich niemand erklären. muss ja auch niemand. meine liebste sagt, das sei wie in einer beziehung: irgendwann ist alles gesagt, und nichts bleibt als ein schaler geschmack im mund und der wunsch und die notwendigkeit zu gehen. muss ich mir davon meinen sonntagnachmittag versauen lassen? nein, muss ich nicht. aber eine klitzekleine leere bleibt dann doch, dieses altbekannte gefühl, dass am ende einer zeit während der taktischen pause aufkommt.
jetzt möchte ich diesen restlichen sonntag festhalten, dieses spiel von licht und schatten im dichten laub der bäume vor unserem fenster, dieses gefühl von stille und tiefer ruhe.
deswegen werde ich jetzt das einzig sinnvolle tun: den pc herunterfahren und hinaussehen.
auf die ohren: