gestern war ein es heiß und stickig hier im bloggerdorf, aber nach den gewittern der vergangenen nacht hat es sich nun merklich abgekühlt.
heiß war es auch anderen: so wurde ich bei jedem abruf meiner e-mails mit den „besten brüsten hollywoods“ belästigt (nicht „von“ – ich weise darauf genauso ausdrücklich hin wie darauf, dass ich keinen zwielichtigen, sondern einen durchaus anerkannten account habe, dessen nachrichten vom spiegel-konzern geliefert werden). ich habe nicht nachgesehen, wer stolze besitzerin dieser besten brüste war, konnte aber nicht umhin, mich zu fragen, worauf sich dieses „beste“ bezieht: form? echtheit? größe? inhalt? diese frage blieb unbeantwortet.
manchmal frage ich mich ohnehin, wie ich diesen ganzen alltäglichen müll wieder aus meinem kopf hinausbekomme – und mit ihm alles, was ich sonst so über die hiltons, brangelinas, gülcans und veronas dieser welt weiß ohne es wissen zu wollen. gleiches gilt, wenn im radio zum einhundertmillionsten mal roseanna (oder sonstige aor-kacke) läuft oder ich beim zappen auf eine x-beliebigen ausgabe irgendeiner chartshow stoße und frl. menkes hohe berge mitträllern könnte (und dieses machwerk anschließend tagelang als wurm im ohr habe).
spannender war die frage, warum zwei menschen zwölf jahre vergehen lassen, um sich dann darin einig zu sein, dass sie sich längst beim jeweils anderen hätten melden können.
spannend ist auch der bauch meines lieblingsbloggers. mein lieber! aber zweieinhalb wochen frankreich mit senf-estragon- (nicht: estragon-senf-) sahne-sößchen zum im butter gebratenen fisch, dazu (wie es heute so schön heißt) lockerer kartoffelstampf mit viel butter und in sahne gekochtem, zuvor in butter angebratenem fenchel (und anderes mehr) haben ihres dazu beigetragen, dass ich mit ihm in den sumo-ring steigen könnte. wie gesagt: mein lieber!
auf die ohren: nine inch nails – the slip
Schlagworte: politik, selbst, sentimentalität, sex