frösche

By blogghead

so langsam lichten sich die wolken hier im bloggerdorf, und der fluss windet sich träge richtung nordsee. vergangene nacht hatte ich visionen von sautierten froschschenkeln in einem leckeren buttersößchen: ich hätte niemals gedacht, dass diese viecher derart laut sein können! dagegen sind die käuzchen und die landeanfliegenden verkehrsflugzeuge ein witz.

vergangene woche lud das bundespresseamt zu einem viertägigen berlin-ausflug mit meet & greet mit unserem bundestagsabgeordneten. er nahm sich auch tatsächlich mehr als eine pflichtstunde zeit für uns, und da er einer der wortführer bei der verhinderung der diätenerhöhung war, war ihm begeisterter applaus sicher. ansonsten ist unsere bundeshauptstadt eine reise wert. der potsdamer platz funktioniert noch immer nicht: wo längst häuser stehen sollten, schaut der geneigte besucher auf potemkin’sche fassaden, und wenn die ankermieter sony, daimler und db diese übergroßen, in die landschaft geklotzten gebäude verlassen haben werden, dann geht das viertel wohl gänzlich den bach hinunter. dafür hat sich der kiez um die hacke’schen höfe inzwischen zu einem in-viertel gemausert, so dass aufgrund der vermutlich exorbitant gestiegenen mieten die ersten kleinen geschäfte von den üblichen modeketten verdrängt worden sind. noch wenige jahre, und die höfe werden genauso gesichtslos und uniform sein wie inzwischen die meisten einkaufsviertel zwischen lissabon und amsterdam.

wichtig war die tour, jedenfalls für mich, wegen einer anderen sache: ein ehemals mitten im leben stehender, genussfreudiger mensch

brachte mir in erinnerung, warum ich mir diesen ganzen sch*** eigentlich freiwillig antue. manchmal ist es schwierig, den weg nicht aus den augen zu verlieren.

auf die ohren: king crimson – the power to believe

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