schon wieder hereingelegt
der himmel ist strahlendblau über dem bloggerdorf, und mein postkorb quillt über von bösen e-mails enttäuschter fans, die wieder einmal vergeblich warteten, um einen blick auf ihren lieblingsblogger zu erhaschen. ihr lieben, habt ihr nicht gemerkt, dass das alles nur eine große werbeaktion für meinen lieblingsschnellchinesen ist? ihr sollt dort essen und nicht auf autogramme von mir hoffen!
abgesehen von diesem plötzlichen anfall an größenwahn habe ich mir gestern abend, ebenfalls wieder einmal, so meine gedanken über das wort “freiwillig” gemacht. und da selbst ein väterlicher freund, der sonst dem arbeiten zugeneigt ist, mich fragte, warum ich mir diese veranstaltungen immer noch antue, habe ich es vorgezogen, den abend mit einem eis in der hand und meiner liebsten im arm zu verbringen, als mit kragen und krawatte in dröger atmosphäre. ja, es ist eine einstellung wie diese, an der dieses land krankt. mir egal.
ab einem gewissen punkt hatte ich ohnehin den verdacht, dass alles reden und diskutieren (und papiere vorbereiten) keinen anderen zweck hat, als die ein, zwei besten ideen abzuschöpfen und ein wenig audience partizipation zu betreiben. auf der anderen seite war es eine willkommene gelegenheit, sich kennenzulernen und das zu machen, was neumodisch networking genannt wird. wenn ich jetzt als mein sechzehnjähriges ich vor mir stünde, würde ich vermutlich einen schreikrampf kriegen. wie gut, dass ich keine sechzehn mehr bin.
auf die ohren: king crimson - elephant talk (live in montreal)