blaue stunde
was für ein strahlendblauer morgen heute im bloggerdorf! die schafe liegen im schatten unter der brücke, und der fluss fließt gemächlich richtung nordsee.
was passiert, wenn man sich auf einen freien abend freut? man hat die rechnung ohne die bahn gemacht! zug 1 meiner stündlich zwei möglichkeiten, in mein dorf zu kommen, meldete bereits eine stunde vor abfahrt zwanzig minuten verspätung wegen einer weichenstörung, und zug 2 zwar nur eine viertelstunde, aber “störungen im betriebsablauf” heißt meistens nichts anderes als “dauert vermutlich länger”. dieses mal war die bahn gnädig und großzügig und hat einen höherrangigen zug freigegeben; dass ist sie nicht immer, sie agiert da gerne absolutistisch, und die auskünfte ihres fähigen und motivierten personals gehen von “ich weiß nicht” über “der zug wurde noch niemals freigegeben” bis hin zu “ich darf die zentrale nicht anrufen - ich kann ihnen auch nicht sagen, wer die zentrale anrufen darf” (echt wahr!). q.e.d.: beamtenköppe überall! am engk habe ich mir mit miesen dschungelkampftechniken einen sitzplatz im völlig überfüllten IC nach Strasbourg erkämpft, durfte einen blick auf unser bahnhofskapellchen werfen und anschließend vierzig minuten mit der straßenbahn in unser dorf zuckeln.
zu hause habe ich darauf verzichtet, die nana-minze mit grüntee zu verbrühen; ich habe sie stattdessen mit rohrzucker und limetten zermatscht, cachaca draufgekippt, das ganze mit crusheis aufgefüllt und auf der dachterrasse die abendsonne genossen.
auf die ohren: getz/gilberto