früher war alles wie früher, mein kind…
Freitag, 2. Mai 2008…und der himmel wird nie mehr so blau…
heute aprilwettert’s hier im bloggerdorf. der fluss hat die wiesen wieder freigegeben, und die weiden und linden sind grün, als habe es nie einen winter gegeben. die ersten hobbykicker machen sich auf dem wohl noch nassen grund breit, bis sie wieder von den kite-skatern vertrieben werden. nicht mehr allzu lange, und neben den brückenpylonen wird wieder das riesenrad errichtet - dann werde ich mir denken: schon wieder ein jahr.
mein lieblingsblogger kann das angekündigte abiturtreffen auch kaum erwarten. ja, diese vorfreude, diese nervöse erwartung kenne ich doch so gut aus eigener anschauung! ich selbst war bei einem einzigen dieser sentimentalitäts-festivals, und das fand bereits ein jahr nach dem abitur statt, und zwar (wenn ich mich richtig erinnere) in einer kneipe, die ich ansonsten niemals freiwillig betreten hätte (die kneipe daneben allerdings schon - da gab es schließlich den weltbesten milchkaffee). die erfahrung war niederschmetternd: es wollten leute mit mir reden, mit denen ich keine gemeinsamen interessen mehr hatte, und mir dinge erzählen, die mich nicht interessierten. zum abiturtreffen 1998 wurde ich nicht eingeladen: eine freundin von mir war im vorfeld angerufen worden - das war einer dieser anrufe, von denen ich letztens auch zwei erlebt hatte. meine freundin hat der anruferin gesagt, dass weder ich noch meine eltern mehr in diesem bleikaff zu erreichen seien und wollte meine neue adresse durchgeben, als die anrufende ihr sagte: “sorry, aber für diesen buchstaben bin ich nicht zuständig.” beamte gibt’s halt überall… die für meinen buchstaben zuständige person war dann offenkundig nicht in der lage meinen neuen wohnort zu ermitteln (ja… damals konnte man noch spuren verwischen!). na ja, wirklich schade fand ich’s nicht.
und schon sind wieder zehn jahre ins land gegangen. dieses mal hat man mich gefunden, dieses mal habe ich eine schriftliche einladung erhalten. was bleibt ist die frage, ob ich spaß habe an fingerfood für zwanzig euro - und an einen abend mit menschen, mit denen ich mir schon vor dem abi nicht viel zu sagen hatte. (für die anderen: leeve lück - re 1 bis mülheim, 18 bis thielenbruch und dann ä lecker kölsch. oder su.)
auf die ohren: red hot chili peppers - stadium arcadium