so langsam dämmert es auch anderen, dass man mal fragen könnte, wer denn diese ominösen chinesen in blauen trainingsanzügen wirklich sind. ich würde noch einen schritt weitergehen und hinterfragen, wer von ihrem einsatz wusste und ihnen welche befugnisse erteilt hat. immerhin beginnt offenbar so langsam eine diskussion über das demokratieverständnis des ioc. was ich mich allerdings schon länger frage: wo ist denn der erste sportler, der sagt „mit mir nicht“? abgesehen vom vorgehen der chinesischen zentralregierung in tibet wird schließlich ein staat hofiert, in dem meinungsfreiheit und religionsfreiheit nicht gelten, in dem es keine freie presse gibt, in dem die lage der menschenrechte mindestens prekär ist und die mit weitem abstand meisten todesurteile verhängt und vollstreckt werden (siehe jahresbericht 2007 von amnesty international). ich kann es nicht mehr hören, wenn seitens des i und der noc’s gebetsmühlenartig wiederholt wird, man solle sport und politik nicht verquicken – wie soll man denn beides voneinander trennen können bei dem stellenwert und bei der aufmerksamkeit, die die olympischen spiele weltweit genießen? immerhin ist das ioc in seiner großen gnade bereit, das recht einer friedlichen demonstration einzuräumen, fordert aber, das „recht der fackel, friedlich herumgereicht zu werden“ zu respektieren. arme fackel. wie sacht der rheinländer: man muss och jönne könne.
eine große kölner tageszeitung schreibt heute vom schneesturm auf dem rhein. plagiat!!!
auf die ohren: erykah badu – rimshot (live)
Schlagworte: politik