warten

warten. alles, was ich momentan mache, ist warten. bezahltes warten. im wartezimmer warten. auf züge warten. auf entscheidungen warten. auf den posteingang warten. auf den vormittagskaffee warten und auf den nachmittagskaffee. auf das wochenende. auf das sitzungsende. auf den richtigen frühling.

gut, der richtige frühling zeigt sich seit ein paar stunden: die sonne ist wieder durch die wolken gebrochen. es wird nicht mehr lange dauern, bis ich das wetter der vergangenen tage für ein reines hirngespinst halten werde. der fluss hat die weiden wieder freigegeben, aber noch sind keine schafe zu sehen. vielleicht bleibt das wetter noch etwa 26 stunden stabil, das würde ich mir wünschen.

vorhin habe ich mir die frage gestellt, ob ich mich nicht ein wenig dem ersatzbefriedigungskonsum hingeben möchte. verlockende angebote gibt es derzeit viele: einen recht preiswerten 3ccd-camcorder, den ich nicht brauche, ein lichtstarkes 85 mm-objektiv, wo ich mein lichtstarkes 28-75 derzeit kaum nutze (morgen, sicherlich morgen…), ein massiv heruntergesetzer i-pod-shuffle, damit ich meinen nano endgültig im handschuhfach vergessen kann, ein bildband über brassai in paris… traurig, traurig: am ende habe ich sogar miles davis’ agharta stehenlassen…

teilt irgendwer meine perverse vorliebe für brötchen mit lachsersatz? futur II: ich werde mondrian verpasst haben.

traurig, traurig…

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