too old to die young

Donnerstag, 2. Juli 2009 by blogghead

seit tagen war niemand mehr hier: ich nicht, um neue texte einzustellen, und meine geschätzten zwei leser auch nicht. was ist los? sind wir alle drei in ferien?

ich bin’s nicht, aber die schwüle hitze liegt wie blei auf meinem gehirn und verhindert jeden halbwegs brauchbaren text: inzwischen habe ich zehnmal mehr gelöscht als geschrieben. sei’s drum, let’s call it a day then.

aber bevor ich schluss mache, widme ich einem hochgeschätzten mitvierziger ein kleines lied, dass eigentlich als krönender abschluss eines geistreichen artikels über das älterwerden, das leben, das universum und den ganzen rest bilden sollte:

wie gesagt: sei’s drum. und dir, lieber westzipfler, nochmals vor publikum alles gute!

bevor wer denkt, mir hätt’s die sprache verschlagen…

Mittwoch, 17. Juni 2009 by blogghead

aus gegebenem anlass:

tschilp, tschilp.

anfrage eines models: “hast du nicht icq? das geht schneller als mail!” antwort: “nö. dafür bin ich zu alt.”

auf die ohren:

nicht mehr moribund

Mittwoch, 10. Juni 2009 by blogghead

…ist die moribunde. jetzt erst fällt auf, was alles da ist, was platz einnimmt: die kratzbäume, die lieblingsplätze, die deckchen, körbchen, fellmäuse, das katzenklo. noch ist alles da.

nur die katze fehlt,

lauter als sie je war.

dscn0909

dedicated to hugh…

Dienstag, 9. Juni 2009 by blogghead

…but hugh listens no more.

sad but true.

suchanfragen

Sonntag, 31. Mai 2009 by blogghead

manche suchanfragen, mit denen dieser blogg gefunden wird, verblüffen mich immer wieder… dieses mal:

www,(sic!)abiturientinnensex.de

ich fürchte, dass das, was dieser notgeile mensch hier gefunden hat, nicht seinen kühnsten träumen entsprochen haben wird. na ja, obwohl… annemarie’s voulez-vous couchez avec moi könnte schon dicht an seine begierde herangekommen sein. was beweist, dass es immer gut ist, ein breit gestreutes portfolio zu besitzen!

für den einsamen sucher, sein bestes stück und den sich stets an meinen niveaufreien aussetzern erfreuenden westzipfler (wiederum: sic!) gibt’s denn auch ein ganz besonderes schmankerl auf die ohren:

unter’m sonnenschirm geht’s weiter…

Freitag, 29. Mai 2009 by blogghead

was gibt es schöneres, als an einem viel zu kühlen spätmaimorgen unter’m sonnenschirm zu stehen, wenn 90 % der vorbeieilenden möglichst starr geradeaus gucken, um auf das freundliche guten morgen nicht antworten zu müssen, 7 % kugelschreiber und einkaufswagenmärk’chen in ahle-tant’-rot abgreifen (sich jedoch einer der interessierten dem angebotenen infomaterial mit dem hinweis verweigert, er habe singe brill’ nicht dobei), 1 % mir eine diskussion über das bürokratiemonster eu auf’s auge drückt, sich aber mit einem “ich muss jetzt dringend einkaufen gehen” verdrückt, als er merkt, dass ihm als beleg nichts weiter als die krumme-gurken-verordnung einfällt, 1 % mir eine krude geschichte, die sich von grauenvollen erlebnissen im zweiten weltkrieg über das zu kleine grab der geschwister scholl und die dreistigkeit der spd, eine gegenkandidatin zum köhler aufzustellen, bis zur generellen ablehnung der todesstrafe mit ausnahme für kinderschänder, die er eigenhändig aufknüpfen und sechs wochen hängen lassen würde, zieht und das verbliebene prozent das gespräch mit einem sanften “saren se mohl, wat hamse eijentlich jejen die npd” einleitet und just in diesem augenblick einer unserer luftballons platzt (echt wahr! es gibt zeugen!). was gibt es schöneres!?  ein warmes zu hause, einen dampfenden becher kaffee? ein frisches brötchen mit leckerer marmelade? ach was! das ist nur etwas für weicheier! dass ich mich ein paar stunden nach dem stand im anschluss an ein gespräch mit meinem lieblingsvereinnahmer erst einmal einer gepflegten depressiven phase hingegen habe, jeit üch nix an – und deswegen schweige ich darüber.

auf die ohren:

einer dieser tage…

Mittwoch, 27. Mai 2009 by blogghead

…schneid’ ich dich in kleine stücke…

der tierarzt sagt, dass die moribunde katze moribunder ist, als wir ohnehin vermutet haben.

meinen chef brülle ich an, weil ich ihn nicht verstehe und er mir nicht zuhört.

meine große vorsitzende ruft mich mit tränenerstickter stimme an, dass ich wegen eines krankheitsfalls in der familie morgen früh den wahlkampfstand übernehmen muss. also muss ich meinen chef, den ich gerade noch angebrüllt habe, anrufen, um ihm zu sagen, dass ich morgen erst mittags zur arbeit kommen werde.

die mutter unserer patenzwillinge ruft an und sagt, dass deren auto einen motorschaden hat und sie nicht wissen, wie sie morgen die kinder zur krippe bringen können. ich werde sie also fahren und anschließend den stand übernehmen.

*eigentlich* hatte ich mich mit einem bier vor die glotze hauen wollen, weil ich wegen der schreierei mit meinem chef genervt war, aber jetzt muss ich den wagen leerräumen, weil ich morgen sonst den stand nicht einpacken kann.

hallo, ich meine, langt’s jetzt?

und: nein, sunn o))) klingen nicht nur, als könne man von ihnen einen schizoiden schub bekommen… sie sehen auch so aus. aber cool ist’s, besonders, wenn man larks’ tongues in aspic part ii (in der einzig waren live in usa-fassung von 1974) auf youtube nicht findet.

auf die ohren (…jaaaaaaaa!!! gebt’s mir!!!):

(…macht mich fertig!!!)

ach, und heute ist mal wieder wer vierzig geworden: herzlichen glückwunsch, alter!

meinungsbildung

Dienstag, 26. Mai 2009 by blogghead

eine meiner lieblingspostillen hat heute wieder eine artikelpräsentation von erlesenem geschmack:

Bild

bild hat halt ein herz für kinder.

mohrrüben

Dienstag, 19. Mai 2009 by blogghead

momentan weht ein hauch von sommer durch den niederrhein: das flirren der pappeln im lauen wind, die kite-skater auf der auwiese auf der anderen seite des flusses und die fröhlichen demonstranten von ver.di auf dem weg zum landtag. ok, gelogen, die gab es gestern, aber da gab es den rest auch.

gestern gab mir auch mein chefe den rest, oder er sich selbst, je nachdem: versuchte er doch, mir die aufstiegs- und beförderungsmöhre hinzuhalten und mich anzuhalten, mich bei der ausstehenden beurteilung weiterhin kooperativ zu zeigen. ich wolle schließlich irgendwann weiterkommen, sagte er, und da sei das dumme geschwätz, das meiner beurteilung als präambel vorangesetzt wird, nicht ganz unwichtig. er verkennt dabei, dass

1.) kooperatives verhalten meine beurteilung nicht verbessert,

2.) das endergebnis meiner beurteilung meinem fortkommen im wege steht und nicht etwa mein unkooperatives verhalten bei erstellung der präambel und

3.) es sinnlos ist, mit möhren zu winken, wenn der esel sich längst umgedreht hat.

gesagt habe ich ihm, dass mir im hinblick auf das, was hinten ‘rauskommt, am arsch vorbeigehe, was vorne stünde. da war er konsterniert.

jetzt freue ich mich darauf, die beurteilung endlich offiziell verkündet zu bekommen, weil dann meine taktische pause ein ende haben wird und ich endlich tun kann, was getan werden muss. ja, das berufsleben eines erwachsenen – es ist genauso spannend und sinnvoll, wie ich es mir in meinen kühnsten teenagerträumen stets ausgemalt habe.

was mich dabei erschreckt, ist mein eigener, reichlich mainstreamiger werdegang, da ich nach einer verspäteten sturm- und drangzeit, einer kurzen phase cocooniger häuslichkeit und einer aufreibenden zeit unbedingten karrierestrebens nun den punkt erreicht habe, den offenbar viele arbeitnehmer meines alters erreicht haben: den moment, wo man seinem arbeitgeber wahlweise ein “nicht schooon wieder” oder ein “wisst ihr was? macht’s euch doch selbst!” an den kopf werfen kann. aber hey! was soll’s? ich muss das rad nicht neu erfinden.

auf die ohren:

and you may ask yourself
where does that highway lead to?
and you may ask yourself
am i right? …am i wrong?
and you may tell yourself
my god!…what have i done?

sunday’s gonna fade away

Sonntag, 17. Mai 2009 by blogghead

das einzige, was nach zehn jahren bleibt, ist das gefühl, ausgebremst zu werden:  hart und viel arbeiten – ja gerne, aber wertschätzung? woher denn? wie die sätze “wir können unmöglich auf sie und ihr fundiertes wissen verzichten” und “eine erste beurteilung in einer neuen gruppe kann niemals eine bestnote sein” zusammenpassen, kann mir sicherlich niemand erklären. muss ja auch niemand. meine liebste sagt, das sei wie in einer beziehung: irgendwann ist alles gesagt, und nichts bleibt als ein schaler geschmack im mund und der wunsch und die notwendigkeit zu gehen. muss ich mir davon meinen sonntagnachmittag versauen lassen? nein, muss ich nicht. aber eine klitzekleine leere bleibt dann doch, dieses altbekannte gefühl, dass am ende einer zeit während der taktischen pause aufkommt.

jetzt möchte ich diesen restlichen sonntag festhalten, dieses spiel von licht und schatten im dichten laub der bäume vor unserem fenster, dieses gefühl von stille und tiefer ruhe.

deswegen werde ich jetzt das einzig sinnvolle tun: den pc herunterfahren und hinaussehen.

auf die ohren: